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Baustellenabfälle

Formalitäten

Für die gewerbliche Entsorgung von Abfällen zur Beseitigung ist ggf. ein Nachweis erforderlich.

Nähere Informationen hierzu bei der Gewerbe-Abfallberatung des Landratsamtes Ebersberg, Telefon 08092 / 823 - 193.

 

Weitere Auskünfte

Landratsamt Ebersberg, Staatliches Abfallrecht (Sachgebiet 44):

Altlasten: Telefon 08092 / 823 - 183

Transportgenehmigung: Telefon 08092 / 823 - 186

Landratsamt Ebersberg - Kommunale Abfallwirtschaft -

Eichthalstr. 5, 85560 Ebersberg

Ansprechpartner:

Werner Hoetzel
Telefon 08092 823 - 244
E-Mail werner.hoetzel@lra-ebe.bayern.de
zuständig für Haushaltsabfall und Kompost

Ulrike Weggel
Telefon 08092 823 - 193
E-Mail ulrike.weggel@lra-ebe.bayern.de
zuständig für Gewerbeabfall

Bodenaushub und Bauschutt

Mineralisches Material, das ohne Vorbehandlung verfüllt werden kann, da es keine umweltgefährdenden Auswirkungen hat:

  1. Bodenaushub, unbelastet, z.B. Kies, Sand, Rotlage, Lehm, Natursteine (ohne Humus)
  2. Bauschutt, nicht verunreinigt, sortiert, z.B. Mörtel-, Beton- und Mauerwerksbrocken, Ziegel, Steingut, Zement (abgebunden)

Entsorgung:

Ablagerung in dafür zugelassenen Kiesgruben (Adressenliste im Faltblatt des Landratsamtes Ebersberg, in der Gemeinde erhältlich) oder

für unbelasteten Bodenaushub (oben 1.): Wiederverwendung z. B. vor Ort,

für Bauschutt (oben 2.): Recyclinganlagen

Für Bauschutt in haushaltsüblichen Mengen steht im Wertstoffhof der Gemeinde Forstinning ein Container zur Verfügung (s.a. Preise).

Achtung:

  • kein schadstoffhaltiges Material
  • kein Asbest und kein Ytong
  • kein Straßenaufbruch
  • kein Baustoff mit organischem Material (z.B. Rigibs)
  • keine künstlichen Mineralfaserabfälle (z.B. Glas-, Stein-, Schlackenwollen und Keramikfasern)

Es handelt sich um keine abschließende Auflistung!

Aus wasserwirtschaftlichen Gründen ist auf eine strickte Einhaltung der Sortierkriterien zu achten!

Baustellenmischabfälle

Diese bestehen überwiegend aus mineralischem Material, sind jedoch mit Altstoffen wie z.B. Holz, Metallen, Baufolien, Kartonagen, Beton- und Mauerwerksbrocken mit Anhaftungen, usw. vermischt

Entsorgung:

Baustellenmischabfälle müssen einer Sortierung in entsprechenden Anlagen unterzogen werden.

Baustellenabfall-Sortieranlage im Landkreis Ebersberg: Firma Ehgartner

Folgende Stoffe dürfen nicht in den Baustellenmischabfall-Container:

  • Baustellenrestmüll
  • Sonderabfälle
  • Asbestabfälle
  • schafstoffhaltiges Material
Baustellenrestmüll

Dieser setzt sich zusammen aus Material, das nicht mehr verwertet werden kann: z.B. Kehricht, Zigarettenkippen, Dichtungsmaterialien, Gipsplatten, Dispersionsfarben, Flachglas (Kleinmengen), Schleifpapier, Dachpappe, etc.

Entsorgung:

Entsorgungszentrum "An der Schafweide"

Sonderabfälle

Diese müssen aufgrund ihres Schadstoffgehaltes getrennt erfasst und in speziellen Beseitigungs- bzw. Verwertungsanlagen gesondert entsorgt werden. 

Als besonders überwachungsbedürftige Abfälle gelten z.B. Holzschutz- und Lösungsmittel, (nicht ausgehärtete) Lacke, Spraydosen mit Füllresten, Leuchtstofflampen, etc.

Entsorgung:

Gesamtmengen bis zu 2.000 kg pro Jahr: Problemmüllzwischenlager am Entsorgungszentrum "An der Schafweide"

Sonderabfälle können auch direkt über die GSB-Sonderabfall-Entsorgung in Bayern GmbH (GSB-SEF) entsorgt werden.

Verschiedene Firmen (Adressenliste im Landratsamt und in der Gemeinde erhältlich) bieten den Transport von Sonderabfällen zur GSB-SEF an.

 

Asbest

Asbest zählt aufgrund seiner feinen, für das Auge unsichtbaren lungengängigen Faserstruktur zu den krebserzeugenden Gefahrstoffen. Eine Freisetzung des Feinstaubes ist daher unbedingt zu vermeiden!

 

Verantwortlichkeit für ordnungsgemäße Abfallentsorgung

Die Verantwortlichkeit für die ordnungsgemäße Abfallentsorgung an der Baustelle sollte rechtzeitig vor Baubeginn geregelt werden. Nach dem Gesetz liegt diese Verantwortung beim Abfallerzeuger und damit in der Regel beim Bauherrn. In der Abfallwirtschaftssatzung des Landkreises Ebersberg sind die erforderliche Abfalltrennung, die Anschluss- und Überlassungspflichten etc. genau geregelt.

Kosteneinsparung

Es ist günstig, bereits bei der Auftragserteilung festzulegen, dass jeder Auftragnehmer für die ordnungsgemäße Abfallentsorgung selbst zuständig ist. Alle am Bau Beteiligten sollten über Abfalltrennung und richtige Abfallentsorgung informiert sein. Denn nicht ordnungsgemäße Entsorgung kann teuer werden, z.B. durch erforderliche Nachsortierung, Bußgeldverfahren, etc.

Grundsätzlich gilt: Die sortenreine Erfassung ist preisgünstiger als eine nachträgliche Sortierung. 

Kosten lassen sich zudem sparen, wenn die Möglichkeiten der kostenlosen Rücknahmesysteme für Verpackungen genutzt werden:

Transport- und Umverpackungen: Interseroh Süd GmbH

Verkaufsverpackungen: direkt zu den Wertstoffinseln oder zum Wertstoffhof

 

Altlasten

Mit Öl, sonstigen Schadstoffen oder Altmüll verunreinigtes Bodenmaterial darf auf keinen Fall in Kiesgruben verbracht werden. Bei Verdacht bzw. bei Auftreten von Altlasten sind zum Schutz von Mensch und Natur besondere Maßnahmen erforderlich.

Zuständig bezüglich des weiteren Vorgehens: Landratsamt Ebersberg, Telefon 08092 / 823 - 183